Plattformpolitik: Online-Communities und Initiativen mit eigener Website

Eine interessante Tendenz bei Initiativen der Flüchtlingshilfe ist die zunehmende Nutzung von eigenen Projektseiten:  Letztes Jahr waren viele Initiativen lediglich auf Facebook aktiv, um sich mit Geflüchteten und Helfern zu vernetzen. Gruppen wie “Syrisches Haus”, “Are you Syrious?”, “Moabit hilft” oder der Migration Hub unterhalten nun ebenfalls eine Website; ähnlich die Entwicklung in unserem Phrasebook-Projekt. Die meisten Aktivitäten lassen sich in den sozialen Netzwerken beobachten, die Updates auf den Projektseiten sind deutlich seltener. Wo liegen die Vorteile einer eigenen Homepage?

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refugeephrasebook

As the collaboration on this project involves friends from many countries, this blog post is in English. Writing in a different language seems to foster brevity as well.

My blog has become very quiet during the last months. A few things have changed. I found a new apartment, renovated the old one. Instead the planned exploration of Prenzlauer Berg, I got involved in a little side project, refugeephrasebook.de which quickly proceeded to fill the remaining free time.

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Werbung für eine Berliner Ausstellung und faires Urheberrecht

Bild: Hat wirklich nichts mit der Ausstellung zu tun, lässt sich dafür aber ohne Lizenzgebühren verwenden. Ireen Trummer, Wikimedia Commons, Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Im Hamburger Bahnhof gibt es gerade eine Ausstellung zu Michael Beutler, welche ich sehr beeindruckend fand. In der großen Museumshalle herrscht eine ungeheure Betriebsamkeit, mit einfachen Mitteln werden industrielle Produktionsstraßen nachgestellt. Serielle Kreativität! Ich würde gerne ein Bild der Ausstellung posten, durch das geltende Urheberrecht und die Verwertungspraxis wäre dies allerdings viel zu teuer und ich habe gerade keine Lust,  die Rechte für meine unscharfen Handyfotos einzeln zu klären. Das Youtube-Video zur Ausstellung lässt sich zum Glück unproblematischer teilen :

Die urheberrechtliche Problematik lässt sich also umgehen, indem man auf Youtube verweist, statt eigene Bilder einzubinden - von der aktuellen Regelung profitiert einzig Google.

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Update

Bild: Diego Delso, Echinacea purpurea, Wikimedia Commons, License CC-BY-SA 3.0

Die re:publica 2015 steht bevor: Ein guter Anlass, dieses Blog neu zu beleben. Neben längeren Essays poste ich nun häufiger Notizen und Links, dazu habe ich den Twitter-Stream auf der rechten Seite mit Bildern eingebunden die anderen Netzwerke deutlicher verlinkt. Bei Social-Media-Einladungen hat sich der Vorsatz bewährt, dass ein virtuelles Treffen ein reales voraussetzt (ideal mit Heißgetränk).

Mittlerweile bin ich gut im neuen Job angekommen. Seit Januar entwickle ich bei der Open Knowledge Foundation das Projekt DARIAH-DE im Bereich Open Science, ich fühle mich dort schon sehr wohl. Besonders interessiert mich gerade die Frage, wie freie Inhalte im Netz sichtbar werden - dazu bald mehr.

Kunst für alle? Austausch und Sichtbarkeit mit freien Lizenzen

Die Auseinandersetzung mit Kunst im Netz findet in einer rechtlichen Grauzone statt. Eine offene Bildpolitik mit freien Lizenzen bietet neue Möglichkeiten für Künstler und Kuratoren, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. (Gastkommentar im Monopol-Magazin).

Mit seiner Ausstellung "Kunst für alle" an der Berliner Akademie der Künste möchte der Grafiker, Sammler und Akademiepräsident Klaus Staeck den Menschen wieder Mut machen, von ihrer Kreativität Gebrauch zu machen. Die ausgestellten "Multiples" zielen auf eine Befreiung der Kunst aus dem bürgerlichen Ghetto, eine Öffnung des geschlossenen Kunstsystems nach dem Motto von Joseph Beuys: "Ich bin interessiert an der Verbreitung von physischen Vehikeln in Form von Editionen, weil ich an der Verbreitung von Ideen interessiert bin."

Das bewusst antiauratische Konzept stößt an die Grenzen des geltenden Urheberrechts. An der Eröffnung nahmen mehr als sechshundert Gäste teil, auf sozialen Netzwerken war die Veranstaltung dennoch nahezu unsichtbar. Wie in den meisten Ausstellungen gilt auch bei "Kunst für alle" ein striktes Fotografierverbot, Ausnahmen gibt es nur nach vorheriger Absprache. Diese Situation ist nicht überraschend: Wer ungefragt Bilder von Gegenwartskunst teilt, riskiert einen teuren Rechtsstreit.

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Dissertation veröffentlichen ohne Kosten? Ein Erfahrungsbericht

Bild: Bleisatz im Winkelhaken
Bild: Wilhei, Wikimedia Commons (CC-BY). http://bit.ly/1yJClTZ

Wissenschaftsverlage fordern zwischen 2.535 € und 7.500 €, um eine Dissertation zu veröffentlichen. Mit Self-Publishing und Open Access ist es deutlich günstiger; es gibt allerdings weniger Glamour. Bei der Veröffentlichung lohnt es sich, nicht beim Korrektorat zu sparen und die Arbeit gut zu vernetzen (Checkliste unten).

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Creative Commons-Geschäftsmodelle für Künstler

Es ist nicht einfach, als Künstlerin oder als Künstler zu leben. Die meisten Schriftsteller halten sich mit Kolumnen, Brotjobs und gelegentlichen Stipendien über Wasser; jungen Malern und Musikern geht es nicht besser. Creative Commons Lizenzen werden daher von Kreativen noch immer skeptisch bewertet. Die Zeit für Kreativität ist begrenzt, warum sollte man seine Inhalte gratis abgeben? Vier Modelle aus der Digitalwirtschaft zeigen, warum sich Gratis-Angebote und freie Lizenzen lohnen, um dauerhaft eine Existenz als KünstlerIn zu sichern.

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room for art

During the Kiew protests, wearing a mask seems very reasonable - after all, the regime is known to target individuals. And in the midst of this chaotic situation, behind a barricade made of sacks filled with ice, it feels both necessary and natural to create music, to play.

(via Euromaidan-Wache Berlin)

Zugang gestalten: Digitalisierung auf Reiseflughöhe

Nach all den Jahren bin ich beim Start eines Flugzeuges noch wie verzaubert. So viel ist bereits Routine geworden: Die glatten, leeren Hallen mit ihren merkwürdigen Routinen, das Sicherheitstheater, Geschäftsleute ohne Gürtel. Das Abwarten, Einsteigen und Anrollen. Ein Geflecht von Schildern, Ansagen und Regeln, ausweglos wie die Schwerkraft.

Und dann dieser eine Moment, in dem sich das Flugzeug vom Boden löst.

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