OER-Award für das edusprint-Format

Bild: Logo des OER-Award 2017. Quelle: open-educational-resources.de

Bei dem letzten OER-Camp hat das edulabs-Konzept einer community-kuratierten Sammlung von freien Unterrichtsmaterialien den Sonder-Award „Qualität für OER“ gewonnen:

An ein oder zwei Veranstaltungstagen werden in einer Runde von Bildungspraktikerinnen und -praktikern Empfehlungen für hochwertige freie Bildungsmaterialien zusammengetragen und mit einer konkreten Unterrichtsidee in die online verfügbare edulabs-Sammlung aufgenommen.

Erfolgreich ist die Qualitätssicherung in den OER-edusprints insbesondere deshalb, weil die Charakteristika freier Bildungsmaterialien dort nicht als Schwierigkeit, sondern als Potenzial für die Qualitätssicherung verstanden werden. Die OER-Materialien und ihre Anwendungformate werden nach ihrer Aufnahme in die Sammlung von einer Redaktion transparent bewertet, sie können kontinuierlich überarbeitet und über eine Kommentarfunktion durch Erfahrungen ergänzt werden.

Laudatio von Dominik Scholl (WMDE) beim OER-Camp 2017.

– Wahnsinn, was das Team zusammen mit den vielen Expert*innen in der quirligen OER-Community in den wenigen Monaten nach Projektstart schon auf die Beine gestellt hat.

Spannend vor allem die Erkenntnisse aus dem Erfolg des Konzepts: Das Booksprint-Konzept funktioniert auch bei der kollaborativen Entwicklung und Auswahl von Online verfügbaren Unterrichtsmaterialien, und Lehrende sind gerade bei neuen Themen auf solche kuratierten Linkempfehlungen angewiesen. Das lässt sich ausbauen.

Das edusprint-Konzept haben wir zum Abschluss des Projekts im edulabs-Blog dokumentiert: https://edulabs.de/blog/Sichtbarkeit-und-Verstetigung-die-Community-empfiehlt

edulabs-Sammlung für kuratierte Unterrichtsmaterialien

Bild: Vorschau auf die neue Sammlung für OER-Unterrichtsideen. Quelle: edulabs.de. Lizenz: CC-BY 4.0

Schon wenige Monate nach dem Start des edulabs-Projektes

Am 1.3.2017 ist das Projekt edulabs.de gestartet. Mit dem Antrag für das Projekt hatte ich schon letzten Sommer begonnen, Ende Februar wurde das Vorhaben zusammen mit vielen andere Projekten in der OERInfo-Förderlinie des BMBF schließlich bewilligt. Ich freue mich riesig, dass auch schon ein wunderbar engagiertes Team steht, um edulabs aufzubauen. Das Projekt läuft koordiniere ich in Vollzeit, daher schreibe ich in der nächsten Zeit eher kürzere Beiträge auf Twitter. Updates zu edulabs finden sich im Projektblog auf der edulabs-Seite:

https://www.edulabs.de

Projektstart edulabs.de

Bild: Titelgrafik von edulabs.de | CC-BY 4.0

Am 1.3.2017 ist das Projekt edulabs.de gestartet. Mit dem Antrag für das Projekt hatte ich schon letzten Sommer begonnen, Ende Februar wurde das Vorhaben zusammen mit vielen andere Projekten in der OERInfo-Förderlinie des BMBF schließlich bewilligt. Ich freue mich riesig, dass auch schon ein wunderbar engagiertes Team steht, um edulabs aufzubauen. Das Projekt läuft koordiniere ich in Vollzeit, daher schreibe ich in der nächsten Zeit eher kürzere Beiträge auf Twitter. Updates zu edulabs finden sich im Projektblog auf der edulabs-Seite:

https://www.edulabs.de

edulabs: Open Education Workshop auf dem 33C3

In den letzten Monaten habe ich einen Projektantrag vorbereitet; ab März 2017 starten bei der OKF regionale education labs. Das Vorhaben geht von der Frage aus, wie sich digitale Bildung innovativer gestalten lässt, statt lediglich die gewohnte Praxis in Online-Whiteboards und PDFs zu übertragen.

Was lässt sich mit den neuen (und bereits verfügbaren) Möglichkeiten erreichen, und welche Bedarf gibt es dazu an Schulen? Im Rahmen des Chaos Communication Congress 33C3 in Hamburg organisiere ich dazu zusammen mit Christian Haake einen Workshop. Alle, die sich für offene Bildung und digital gestützte Methoden interessieren, sind herzlich eingeladen.

New school, old school – how can we hack education?
28.12.2016, 33c3, Halle C4
16:00 - 17:30

https://events.ccc.de/congress/2016/wiki/Session:Open_Education_Workshop

Plattformpolitik: Online-Communities und Initiativen mit eigener Website

Eine interessante Tendenz bei Initiativen der Flüchtlingshilfe ist die zunehmende Nutzung von eigenen Projektseiten:  Letztes Jahr waren viele Initiativen lediglich auf Facebook aktiv, um sich mit Geflüchteten und Helfern zu vernetzen. Gruppen wie “Syrisches Haus”, “Are you Syrious?”, “Moabit hilft” oder der Migration Hub unterhalten nun ebenfalls eine Website; ähnlich die Entwicklung in unserem Phrasebook-Projekt. Die meisten Aktivitäten lassen sich in den sozialen Netzwerken beobachten, die Updates auf den Projektseiten sind deutlich seltener. Wo liegen die Vorteile einer eigenen Homepage?

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refugeephrasebook

As the collaboration on this project involves friends from many countries, this blog post is in English. Writing in a different language seems to foster brevity as well.

My blog has become very quiet during the last months. A few things have changed. I found a new apartment, renovated the old one. Instead the planned exploration of Prenzlauer Berg, I got involved in a little side project, refugeephrasebook.de which quickly proceeded to fill the remaining free time.

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Werbung für eine Berliner Ausstellung und faires Urheberrecht

Bild: Hat wirklich nichts mit der Ausstellung zu tun, lässt sich dafür aber ohne Lizenzgebühren verwenden. Ireen Trummer, Wikimedia Commons, Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Im Hamburger Bahnhof gibt es gerade eine Ausstellung zu Michael Beutler, welche ich sehr beeindruckend fand. In der großen Museumshalle herrscht eine ungeheure Betriebsamkeit, mit einfachen Mitteln werden industrielle Produktionsstraßen nachgestellt. Serielle Kreativität! Ich würde gerne ein Bild der Ausstellung posten, durch das geltende Urheberrecht und die Verwertungspraxis wäre dies allerdings viel zu teuer und ich habe gerade keine Lust,  die Rechte für meine unscharfen Handyfotos einzeln zu klären. Das Youtube-Video zur Ausstellung lässt sich zum Glück unproblematischer teilen :

Die urheberrechtliche Problematik lässt sich also umgehen, indem man auf Youtube verweist, statt eigene Bilder einzubinden - von der aktuellen Regelung profitiert einzig Google.

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Update

Bild: Diego Delso, Echinacea purpurea, Wikimedia Commons, License CC-BY-SA 3.0

Die re:publica 2015 steht bevor: Ein guter Anlass, dieses Blog neu zu beleben. Neben längeren Essays poste ich nun häufiger Notizen und Links, dazu habe ich den Twitter-Stream auf der rechten Seite mit Bildern eingebunden die anderen Netzwerke deutlicher verlinkt. Bei Social-Media-Einladungen hat sich der Vorsatz bewährt, dass ein virtuelles Treffen ein reales voraussetzt (ideal mit Heißgetränk).

Mittlerweile bin ich gut im neuen Job angekommen. Seit Januar entwickle ich bei der Open Knowledge Foundation das Projekt DARIAH-DE im Bereich Open Science, ich fühle mich dort schon sehr wohl. Besonders interessiert mich gerade die Frage, wie freie Inhalte im Netz sichtbar werden - dazu bald mehr.

Kunst für alle? Austausch und Sichtbarkeit mit freien Lizenzen

Die Auseinandersetzung mit Kunst im Netz findet in einer rechtlichen Grauzone statt. Eine offene Bildpolitik mit freien Lizenzen bietet neue Möglichkeiten für Künstler und Kuratoren, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. (Gastkommentar im Monopol-Magazin).

Mit seiner Ausstellung "Kunst für alle" an der Berliner Akademie der Künste möchte der Grafiker, Sammler und Akademiepräsident Klaus Staeck den Menschen wieder Mut machen, von ihrer Kreativität Gebrauch zu machen. Die ausgestellten "Multiples" zielen auf eine Befreiung der Kunst aus dem bürgerlichen Ghetto, eine Öffnung des geschlossenen Kunstsystems nach dem Motto von Joseph Beuys: "Ich bin interessiert an der Verbreitung von physischen Vehikeln in Form von Editionen, weil ich an der Verbreitung von Ideen interessiert bin."

Das bewusst antiauratische Konzept stößt an die Grenzen des geltenden Urheberrechts. An der Eröffnung nahmen mehr als sechshundert Gäste teil, auf sozialen Netzwerken war die Veranstaltung dennoch nahezu unsichtbar. Wie in den meisten Ausstellungen gilt auch bei "Kunst für alle" ein striktes Fotografierverbot, Ausnahmen gibt es nur nach vorheriger Absprache. Diese Situation ist nicht überraschend: Wer ungefragt Bilder von Gegenwartskunst teilt, riskiert einen teuren Rechtsstreit.

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